Die Philosophie - oder: Wozu denn ein Kulturverein?

Im November 2002, die Dorferneuerung hatte soeben begonnen, kamen einige Niederdietener Bürger zusammen und gründeten den Kulturverein.

 

Den Hintergrund bildete die noch nicht lange zurückliegende 700-Jahr-Feier. Dort hatte man erlebt, was eine Dorfgemeinschaft auf die Beine bringen kann, wenn es gelingt, alle Leute unter einem Motto zu versammeln, über die gewohnten Grenzen zwischen Gruppen, Vereinen und Konfessionen hinweg.

 

Diesen Flair zu erhalten, war der ursprüngliche Gedanke bei der Vereinsgründung. Ob das wohl gelungen ist? Manchmal sind wir da sehr zuversichtlich, bisweilen haben wir aber auch unsere Zweifel.

 

Die Geburt jedenfalls verlief weitgehend komplikationslos, es fand sich ein Vorstand und wir legten los, schilderten die alten Flurnamen aus, warfen uns in die Debatten um die Dorferneuerung, erweckten das Backhaus zu neuem Leben, organisierten Apfelfeste, wanderten in den 1. Mai, veranstalteten Senioren-Nachmittage und führten die eine oder andere Veranstaltung durch.

 

Als Veranstaltungsort diente uns das DGH, die Schutzhütte und auch mal das CVJM-Haus. Urplötzlich tauchte die Möglichkeit auf, aus einer leer stehenden Hofreite im Dorfzentrum ein Domizil für gleich eine ganze Reihe von Vereinen zu machen. Es folgte eine echt spannende Zeit, in der die Vereine und die Kirche um ein Konzept für das neue Dorfzentrum rangen.

 

Der Gedanke an die Einrichtung eines Dorfcafé kam erst allmählich, und wir haben lange gezögert, denn das bedeutete: Verantwortung übernehmen, Kontinuität gewährleisten und eine Menge Arbeit auf sich nehmen. Viele Bürger haben uns zu diesem Projekt ermutigt.

 

Zwei Dinge waren uns klar:

erstens, es sollte nicht das entstehen, was man vor dem geistigen Auge hat, wenn man den Begriff Dorfcafé hört;

zweitens, wir würden sehr knappe Öffnungszeiten wählen und diese stur durchhalten müssen.

 

Für uns als Verein entstand damit auch ein Ort für Ausstellungen, Feiern und Veranstaltungen. Und von namhaften Leuten, die hier aufgetreten sind, wurde uns bestätigt, dass die hier gebotene intime Clubatmosphäre einem Stadthallenauftritt immer vorzuziehen sei, auch wenn’s weniger Geld gibt.


Oft besuchen uns Vertreter anderer Initiativen, schauen sich um und lassen sich berichten. Nicht selten folgt irgendwann die resignierte Feststellung: „das würden wir bei uns nie schaffen“. Dachten wir anfangs auch häufig, aber es war und ist zu schaffen, und eine wesentliche Bedingung dabei ist der Spaß. Die Arbeit muss einfach Spaß machen, sonst geht es nicht.

Kann man hingehen:

Dorfmitte Niederdieten ca. 1905; aus einer alten Postkarte
Dorfmitte Niederdieten ca. 1905; aus einer alten Postkarte

Blick etwa vom heutigen Dorfteich in Richtung Bundesstraße

Und die Lesegruppe?

Die Lesegruppe nimmt sich einen neuen Roman vor: "Neujahr" von Juli Zeh. Das nächste Treffen  über das Gästebuch dieser website oder über das Café Q.

Schon mal Klezmer gehört?

Klezmer nennt man die Tanzmusik osteuropäischer Juden. Für Freitag, den 15. März haben wir die Gruppe Sher on a Shir in unser Café Q eingeladen, also schon mal vormerken.

Mehr dazu in Kürze.